FEBRUAR 1924

26. Februar 1924

Beginn des Hochverratsprozesses gegen Adolf Hitler, Erich Ludendorff und weitere am sogenannten Hitler-Putsch Beteiligte in der Kaserne der Infanterieschule in München Nymphenburg

 

12. Februar 1924

Die deutsche Reichsregierung erlässt die Verordnung zur Schaffung der Deutschen Reichsbahn als staatliches Unternehmen.

 

Die „Rhapsody in Blue“, eine der berühmtesten Kompositionen von George Gershwin, wird in der New Yorker Aeolian Concert Hall uraufgeführt.

 

14. Februar 1924

Uraufführung des ersten Teils von Fritz Langs Filmepos „Die Nibelungen: Siegfried" im Ufa-Palast am Zoo in Berlin.

 

28. Februar 1924

Reichspräsident Friedrich Ebert hebt den am 26. September 1923 verhängten Ausnahmezustand auf.

 

JANUAR 1924

1. Januar 1924

Die Großdeutsche Volksgemeinschaft wird als Ersatzorganisation für die nach dem Fehlschlag des Hitlerputsches in München verbotene NSDAP gegründet.

 

21. Januar 1924

 In Gorki bei Moskau stirbt der Gründer und Regierungschef der Sowjetunion, Wladimir I. Lenin. Josef Stalin, Grigori Sinowjew und Leo Kamenew übernehmen die Führung der Partei.

 

 22. Januar 1924

 Der Oberbürgermeister von Köln, Konrad Adenauer (Zentrum), wird zum Präsidenten des Preußischen Staatsrats gewählt.

 

25. Januar bis 5. Februar 1924

 In Chamonix (Frankreich) finden die Olympischen Winterspiele statt. Deutsche Athleten sind ausgeschlossen.

 

DEZEMBER

 

Vor 100 Jahren

 

 

2. Dezember 1923

 

Maria Callas wird in New York geboren. Sie sollte eine der bedeutendsten Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts werden.

 

 

 

Dezember 1923

 

George Gershwin, der ebenfalls in New York lebt, erhält den Auftrag, ein Stück zu komponieren, das klassische Klaviermusik mit Jazz verbindet. Dieses Werk wird später als die „Rhapsody in Blue“ weltbekannt und 1948 unter der Leitung von Leonard Bernstein in Landsberg aufgeführt.

 

NOVEMBER

Vor 90 Jahren

 

9. November 1933

 Die sogenannte „Führerzelle“ in der Strafvollzugsanstalt Landsberg wird für die Öffentlichkeit freigegeben und entwickelt sich zum Touristenmagnet und Wallfahrtsort für die rechte Jugendbewegung. Nach Kriegsende 1945 errichtet die US-Besatzungsmacht in der Haftanstalt ein Kriegsverbrechergefängnis, das 1958 der bayerischen Justizverwaltung übergeben wird.

 

 Vor 100 Jahren

 

8. November 1923

 Hitler-Ludendorff-Putsch: Adolf Hitler besetzt mit Erich Ludendorff, Hermann Göring und anderen Nationalsozialisten den Bürgerbräukeller in München und verkündet, die „nationale Revolution“ sei ausgebrochen und die Reichsregierung der Weimarer Republik abgesetzt.

 

 9. November 1923

 Adolf Hitler marschiert mit seinen Anhängern auf die Feldherrnhalle zu, wo es zu einer Konfrontation mit der Bayerischen Landespolizei kommt. Der Marsch im Rahmen des Hitlerputsches wird blutig gestoppt. Vor der Feldherrnhalle werden vier Polizisten, dreizehn Putschisten sowie ein Passant getötet.

 

 11. November 1923

 Nach dem Putschversuch wird Adolf Hitler am 11. November ins Gefängnis Landsberg eingeliefert. Am 1. April 1924 wird Hitler in München zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt, jedoch begnadigt und am 20. Dezember 1924 entlassen. Während der Haft schreibt er den ersten Teil von „Mein Kampf”.

 

 15. November 1923

 Höhepunkt der Hyperinflation. Mitte November 1923 kostet ein Kilo Roggenbrot 233 Milliarden Mark, ein Kilo Rindfleisch 4,8 Billionen. Die Rentenmark zur Bekämpfung der Hyperinflation wird eingeführt.

 

18. November 1923

 Die Bezirksgruppe Landsberg des am Hitlerputsch beteiligten und nach dessen Scheitern verbotenen rechtsradikalen „Bund Oberland“ meldet ihre Auflösung.

 

29. November 1923

 Der Stummfilm „Die Straße“ von Karl Grune kommt in die Lichtspielhäuser. Der Film gilt als Meisterwerk des expressionistischen Stummfilms und begründet das Genre des sogenannten Straßenfilms

 

30. November 1923

 Wilhelm Marx, Mitglied der Zentrumspartei, wird Reichskanzler.

 

 

OKTOBER

 

Vor 70 Jahren

 

 11. Oktober 1953

 Im Zederbräusaal findet ein „Deutsch-Amerikanischer Tanzabend“ statt, eine der vom US-Militär initiierten „Goodwill“ Initativen. Der Eintritt kostet 1,50 DM

 

Vor 100 Jahren

  21. Oktober 1923

 Das Deutsche Museum stellt in München das weltweit erste Projektionsplanetarium vor, das Walther Bauersfeld in der Jenaer Firma Zeiss entwickelt hat.

 

 29. Oktober 1923

 Der deutsche Rundfunk wird offiziell gestartet. Seine erste Sendung, die von der Gesellschaft „Radiostunde“, der späteren bekannten „Funk-Stunde Berlin“, aus dem Vox-Haus gesendet wird, findet von 20 bis 21 Uhr statt.

 

SEPTEMBER

 

Vor 50 Jahren

 

18. September 1973

 Die Deutsche Demokratische Republik und die Bundesrepublik Deutschland werden per Akklamation als 133. und 134. Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen.

 

 

Vor 100 Jahren

 

 1. September 1923

 Bei einem Erdbeben im Großraum Tokio und den daraus resultierenden Bränden sterben 143.000 Menschen, 500.000 werden verletzt

 

7. September 1923

 Der Internationale Polizeikongress in Wien beschließt, die „Internationale Kriminalpolizeiliche Kommission“ zu gründen, eine Vorläuferorganisation der Interpol.

 

30. September 1923

 Vermittelt durch die Familie Bechstein (Pianos) trifft Hitler erstmals die Familie Wagner in Bayreuth

  

AUGUST

Vor 100 Jahren

 

10. August 1923

 Der Landtag des Volksstaats Hessen stiftet erstmals den Georg-Büchner-Preis für Künstler, die aus Hessen, der Heimat Büchners stammen oder eine geistige Verbindung zum Land haben. 1951 wurde der Preis in einen allgemeinen Literaturpreis umgewandelt, der jährlich von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen wird.

 

 12. August 1923

 Sturz der Regierung Wilhelm Cuno mit dem Kabinett Cuno

 

13. August 1923

 Gustav Stresemann (DVP) wird neuer Reichskanzler.

 

 15. August bis 30. September 1923

 In Weimar findet die erste Bauhaus-Ausstellung statt. Das Staatliche Bauhaus, inzwischen meist nur Bauhaus, war eine 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründete Kunstschule. Nach Art und Konzeption war es damals etwas völlig Neues, da das Bauhaus eine Zusammenführung von Kunst und Handwerk darstellte.

 

 

JULI

 

Vor 90 Jahren

20. Juli 1933

Erste Sitzung des gleichgeschalteten Landsberger Stadtrats

JUNI

 

Vor 20 Jahren

27. Juni 2003

Der Neubau der Stadtverwaltung an der Katharinenstraße wird bezogen.

 

Vor 60 Jahren

Anlässlich des Ruethenfestes wird die Laienspielbühne der VHS Landsberg gegründet. Gründungmitglieder waren Josef Pschorr, Konrad Gerum, Hansjörg Falkner, Konrad Vivell und Oscar Hocke. Dieser Verein ist der Ursprung der landsberger bühne e.V.

 

Vor 90 Jahren

2. Juni 1933

Fünf junge Männer werden verhaftet, weil sie im Parteilokal der NSDAP (Süßbräu) ein kommunistisches Lied gesungen haben

 

18. Juni 1933

Im Festsaal des Historischen Rathauses findet die „Sonderausstellung junger Künstler“ statt. Unter anderem dabei: Johann Mutter

 

Vor 100 Jahren

21. Juni 1923

In Landsberg wird der sogenannte Schlageterstein aufgestellt. Leo Schlageter, der im Mai 1923 als vermeintlicher Spion von den Franzosen hingerichtet wurde, wurde von rechten Kreisen zum Märtyrer stilisiert.

 

Vor 650 Jahren

15. Juni 1373 

Der Veitsmarkt in Landsberg wird erstmals abgehalten. Dieser Markt für Krämerwaren, Haushaltswaren und vielem mehr findet bis heute auf dem Hauptplatz, Hellmairplatz und in der Ludwigstraße statt.

 

MAI

Vor 75 Jahren  / heute

10. Mai 1948 / 14. Mai 1948/ 14. Mai 2023

Der weltberühmte Dirigent Leonard Bernstein leitet in Landsberg ein Konzert des Displaced-Persons-Orchesters mit jüdischen KZ-Überlebenden. Aufgeführt wird unter anderem die „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin. An dieses Konzert erinnert das „Liberation Concert 2023“ am 14. Mai 2023 im Stadttheater. Vier Tage nach dem Konzert wird am 14. Mai 1948 der Staat Israel gegründet. Für viele Bewohner und Bewohnerinnen des DP-Lagers Landsberg ein Zeichen der Hoffnung, endlich nach Eretz Israel auswandern zu können.

 

Vor 90 Jahren

3. Mai 1933

Erste Versammlung der Landsberger NS-Frauenschaft im Zederbräusaal mit 90 Teilnehmerinnen

 

8. Mai 1933

Bücherverbrennung auf dem Hauptplatz: Zwischen 17 und 18 Uhr wurden nach einem Standkonzert der SA-Kapelle marxistische und kommunistische Flugblätter, Zeitungen und andere Publikationen verbrannt, außerdem das damals „berüchtigte“ Buch „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque, der darin den Schrecken des 1. Weltkriegs schildert.

 

20. Mai 1933

In den „Landsberger Neuesten Nachrichten“ erscheint erstmals die Aufforderung „Kauft nicht bei Juden!“. In Landsberg gibt es zu der Zeit fünf Geschäfte, die von jüdischen Inhabern geführt werden, das größte davon war das Kaufhaus Westheimer am Hauptplatz.

 

 

Vor 150 Jahren

1. Mai 1873

Erster fahrplanmäßiger Zugverkehr von Landsberg nach München. Im Jahr zuvor wurden der Landsberger Bahnhof eingeweiht und die Ankunft des ersten Zugs gefeiert.

 

 

Vor 300 Jahren

30. Mai 1723

Johann Sebastian Bach tritt in Leipzig seinen Dienst als Thomaskantor an

 

APRIL

Vor 90 Jahren

27. April 1933

In Landsberg werden der Bund Deutscher Mädel (BDM) und die Jungmädelschar (JM) gegründet. Die Mitgliedschaft ist zunächst freiwillig, es wird allerdings Druck auf die Mädchen und ihre Familien ausgeübt, diesen beizutreten. Die jungen Frauen werden als Trägerinnen der antisemitischen NS-Ideologie und zu Tugenden wie Disziplin, Gehorsam, Pflichterfüllung und Opferbereitschaft geschult.

 

Vor 100 Jahren

8. April 1923

Leo Schlageter wird von den Franzosen wegen Spionage und Sabotage verhaftet und Ende Mai hingerichtet. Rechte Kreise stilisieren Schlageter zum Märtyrer, die NSDAP entwickelt einen regelrechten „Schlageter-Kult“.

 

10. April 1923

Rede Hitlers im Zirkus Krone München und große Parade der NS-Jugendbewegung durch München

 

15. April 1923

In New York findet die erste Vorführung eines Tonfilms statt.

 

April 1923

Rechtsextreme Krawalle in München

 

 

MÄRZ

Vor 90 Jahren

5. März 1933

Bei den Reichstagswahlen stimmen fast 45% der Landsberger Wähler für die NSDAP.

 

10. März 1933

Rund 120 bewaffnete SA-Männer aus Landsberg, München, Inning und Steinebach ziehen in Begleitung einer Musikkapelle durch die Stadt und hissen die Hakenkreuzflaggen an den öffentlichen Gebäuden und am Bayertor.

 

22. März 1933

Die ersten sogenannten „Schutzhäftlinge“, d.h. politische Gefangene, werden aus dem Landsberger Gefängnis ins KZ Dachau überstellt, da das Strafvollzugssystem durch die Massenverhaftungen überfordert war. Auslöser war die „Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat" vom 28. Februar 1933, die es gestattet, alle politischen Gegner ohne richterlichen Spruch für unbestimmte Zeit in Haft zu nehmen.

 

24. März 1933

 Der Deutsche Reichstag beschließt das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich (RGBl. I S. 141)“. Mit diesem Ermächtigungsgesetz ging die gesetzgebende Gewalt de facto vollständig an Adolf Hitler über. Es war die Grundlage zur Aufhebung der Gewaltenteilung und ermöglichte alle darauf folgenden Maßnahmen zur Festigung der nationalsozialistischen Diktatur.

 

 

30. März 1933

Erste Mitgliederversammlung des „Schutzbundes für Handel und Gewerbe in Landsberg“ anlässlich des für den 1. April reichsweit angeordneten Boykotts jüdischer Geschäfte, Praxen und Kanzleien. Ziel des Vereins: „Abwehrkampf gegen Warenhäuser, Einheitspreisgeschäfte, Filialbetriebe und sonstige Schädlinge“.

FEBRUAR

10. Februar 2023

Augsburg feiert den 125. Geburtstag seines berühmten Sohns, des Dramatikers und Lyrikers Bertolt Brecht. Die Werke Brechts, der als einer der einflussreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts gilt, werden weltweit aufgeführt. Brecht ist der Begründer des epischen beziehungsweise dialektischen Theaters.

 

Vor 80 Jahren

22. Februar 1943

Vor dem Volksgerichtshof München werden die 21-jährige Sophie Scholl, ihr Bruder Hans (24 Jahre) und ihr Kommilitone Christoph Probst (23) wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat und Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt und am selben Tag hingerichtet. Sie hatten vier Tage zuvor an der Universität 1700 Flugblätter ihrer Widerstandsorganisation „Weiße Rose“ verteilt.

 

Vor 90 Jahren

 1. Februar 1933

 In Düsseldorf wird Rosemarie Nitribitt geboren. Das Leben der später als Edelprostituierte arbeitenden Frau, ihre angeblichen Kontakte zu prominenten Kreisen und ihre Ermordung 1957 sorgten deutschlandweit für Skandale und inspirierten Romane, Theaterstücke und Filme.

 

Vor 100 Jahren

 16. Februar 1923

 In Ägypten wird das im November 1922 im Tal der Könige entdeckte Grabmal (KV62) des Pharaos Tutanchamun erstmals geöffnet. Der Fund der Schätze löst eine weltweite Ägypten-Begeisterung aus.

  

Vor 200 Jahren

 23. Februar 1823

 Der englische Seefahrer James Weddell dringt als erster während einer Antarktisexpedition bis auf 74°15' Süd vor.

 

Vor 400 Jahren

 25. Februar 1623

 Kaiser Ferdinand II. verleiht auf dem Regensburger Fürstentag Maximilian I. von Bayern die pfälzische Kurwürde, allerdings ohne das Recht, diese weiterzuvererben. München wird Kurfürstliche Residenzstadt.

 

JANUAR

28. Januar 2023

Die Stadtjugendkapelle Landsberg feiert vor über 1000 Zuschauern mit einem großen Konzert ihr 50-jähriges Jubiläum

 

Vor 75 Jahren

30. Januar 1948

In Neu-Delhi (Indien) wird Mahatma Gandhi ermordet. Der mehrfach für den Friedensnobelpreis nominierte Pazifist gilt als politischer und geistiger Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung.

 

Vor 90 Jahren

30. Januar 1933

Die Sturmabteilung der NSDAP (SA) veranstaltet aus Anlass von Hitlers Kanzlerschaft einen Umzug durch Landsberg.

 

Vor 100 Jahren

2. Januar 1923

In Paris beginnt eine Konferenz der Alliierten über die Reparationszahlungen des Deutschen Reichs. Wegen der Uneinigkeit Großbritanniens und Frankreichs wird sie am 4. Januar ergebnislos abgebrochen.

 

Wegen der steigenden Kohlenpreise im Deutschen Reich wird das wöchentliche warme Bad zu einem teuren Vergnügen. Eine Alternative ist der Besuch öffentlicher Schwimmbäder, der in Großstädten aber für Erwachsene durchschnittlich 60 Mark und für Kinder 30 Mark kostet.

 

4. Januar 1923

In einer Nachschrift zu seinem Testament fordert der sowjetische Regierungschef Wladimir Lenin die Absetzung Josef Stalins als Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei. Lenin begründet seine Forderung mit den charakterlichen Schwächen Stalins.

 

7. Januar 1923

In den USA gründen die Brüder Walt und Roy Disney das Unternehmen Disney Brothers Cartoon Studio.

 

9. Januar 1923

Die politische Polizei Preußens verbietet die Großdeutsche Arbeiterpartei als Nachfolgeorganisation der am 15. November 1922 in Preußen verbotenen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP).

 

11. Januar 1923

„Ruhrkrise“: Das Ruhrgebiet wird von belgischen und französischen Truppen besetzt. Ziel ist, die linksrheinischen Gebiete vom Deutschen Reich abzutrennen und so eine dauerhafte Schwächung Deutschlands zu erreichen.

 

In München demonstrieren die Nationalsozialisten (NSDAP) gegen die „Novemberverbrecher”. Dieses diffamierende Schlagwort bezieht sich auf die republikfreundlichen Parteien (SPD, Zentrum, DDP), die sich im November 1918 für die Ausrufung der Republik und die Unterzeichnung eines Waffenstillstandsvertrags eingesetzt hatten.

 

17. Januar 1923

Wegen der drohenden Kohlenknappheit nimmt die Berliner Stadtverordnetenversammlung einen Dringlichkeitsantrag an, der unter anderem die Einstellung der Lichtreklame fordert.

 

27. Januar 1923

In München findet der erste Reichsparteitag der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) statt. Wegen umlaufender Putschgerüchte hat der bayerische Ministerpräsident Eugen Ritter von Knilling (BVP) vorsorglich den Ausnahmezustand für München erklärt.

 

Vor 200 Jahren

14. Januar 1823

Nur fünf Jahre nach seiner Eröffnung wird das Hof- und Nationaltheater in München durch einen Brand zerstört. Ein Vorhang in den Kulissen hatte sich während einer Vorstellung an einem Beleuchtungswagen entzündet. Obwohl das Feuer sehr schnell auf das gesamte Theater übergriff, wurde niemand verletzt, was Augenzeugen zufolge ein Verdienst von Prinz Karl war, der zufällig anwesend war und von seiner Loge aus die Evakuierung organisierte.

 

Vor 250 Jahren

22. Januar 1773  

Das Ersuchen des damaligen Stadtpfarrers an das bischöfliche Ordinariat, das Fest des Heiligen Sebastian als Fest des Schutzheiligen genauso feierlich wie das Patrozinium abhalten zu dürfen, wird bewilligt. Diese Erlaubnis gilt als erstes schriftliches Zeugnis für den Kult des Hl. Sebastian als Stadtpatron.

 

 

Quellen:

chronik.net

Anton Lichtenstern: Landsberg am Lech, Geschichte und Kultur, Holzheu-Verlag, Mering 2012,

Peter Süß: 1923 – Endstation Alles einsteigen! Berenberg Verlag, Berlin 1922

V. Dotterweich / K. Filser (Hg.): Landsberg in der Zeitgeschichte – Zeitgeschichte in Landsberg, Verlag Ernst Vögel, München 2010

Herbert Regele: Chronik: 700 Jahre Stadt Landsberg am Lech

M. Paulus / E. Raim / G. Zelger (Hg.): Ein Ort wie jeder andere. Bilder aus einer deutschen Kleinstadt. Landsberg 1923 – 1958, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbeck bei Hamburg1995

Landsberger Geschichtsblätter, 110. Jahrgang 2011/2012, Eigenverlag des Historischen Vereins für Stadt und Landkreis Landsberg e.V., 2012

Peter Fleischmann: Festungshaft Adolf Hitlers in Landsberg 1023/24, in: www.historisches-lexikon-bayerns.de